Abgetaucht

Da sitze ich und beobachte das große Wasser vor mir. Wellen schlagen mit weißen Schaumkronen ans Ufer. Die Sonne heizt meine Haut auf und die Feuchtigkeit tritt aus meinen Poren. Der Schweiß sammelt sich in der Halskuhle und rinnt nach dem Überlaufen zwischen den Brüsten zum Nabel. Nach einer Weile ist die Haut glitschig nass und verlangt nach Abkühlung.

Ich laufe die wenigen Schritte durch den Sand, verweile kurz und lasse mich mit der nächsten Welle in die Weite des Meeres mitziehen. Die Strömung schwemmt mich ins offene Meer. Ich lasse mich treiben, tauche ab und folge dem Sog nach unten.

Eine andere Kraft treibt mich wieder nach oben. Ich sehe eine Hand oberhalb der Wasseroberfläche. Deine Hand. Unsere Finger treffen aufeinander und unsere Hände umgreifen sich. Während du versuchst mich nach oben zu ziehen, ziehe ich dich zu mir. In meinen Strudel, einen Strudel der Emotionen.

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Was wäre wenn…

Tja, wer hat sich diese Frage bereits gestellt? Vor allem wie oft? Ich meine, diese Frage taucht doch immer dann auf, wenn wir Entscheidungen getroffen haben. Meist zwar erst nach einer Weile… Vielleicht auch erst nach Jahren.

Entscheidungen werden immerzu getroffen. Manche Entscheidungen fallen uns leicht und sind gleich wieder vergessen. Bei anderen Dingen fällt uns das Vergessen schwerer. Und dennoch… Bei allem dürfen wir sehen, dass alles seinen Sinn hat. Für uns selbst ist es am besten, die getroffene Entscheidung positiv zu sehen und auch zu akzeptieren.

Wir meinen vielleicht, dass unser Leben schöner gewesen wäre, wenn… Aber ich meine, dass wir versuchen uns da ganz viel „schön zu reden“. Es ist genau die Situation aus der heraus wir Entscheidungen treffen. Deshalb ist die Entscheidung, die wir treffen bzw. getroffen haben, auch genau richtig.

Vergangenes soll in der Vergangenheit bleiben – als Erinnerung. Denn wenn es für die Zukunft bestimmt gewesen wäre, dann wäre es jetzt die Gegenwart 😉

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Ängste

Ein Thema, dass mich immer wieder beschäftigt und darüber jetzt geschrieben werden mag. Es geht um Ängste.

Manche Problematiken beschäftigen einen laufend, andere kommen nur in bestimmten Situationen zum Vorschein. Eines haben sie gemeinsam, sie verhindern zu leben. Natürlich weiß auch ich, dass Ängste ebenso eine schützende Funktion haben. Deshalb ist es wichtig uns selbst vertrauen zu können. Nur wer tut das tatsächlich?

In unserer Erziehung sind wir so getriggert worden, dass gewissen Ängste immer da sind. Andere entstehen durch verschiedene Umstände und wieder andere werden uns immer wieder nur „eingeredet“.

Statt in der Gegenwart zu bleiben, sind wir damit beschäftigt uns viele Gedanken über die Zukunft zu machen und haben Verlust- und Versagensängste

Im Alter von ca. zwanzig Jahren kannte ich nur wenige Ängste. Ich hatte keine Probleme nach Partynächten durch den Wald nach Hause zu laufen. Es passierte nie etwas. In der Zeit, in der meine Kinder klein waren und ich Alleinerziehend, bin ich in der Nacht zum Joggen. Das war meine einzige freie Zeit. Inzwischen traue ich mich nicht mehr in der Nacht durch einen Park zu laufen. Das ist den vielen Negativberichten in der Vergangenheit geschuldet.

Wir haben Existenzängste, Versagensängste, Angst etwas falsch zu machen, Angst nicht zu genügen und noch vieles mehr. Mir ist bewusst, dass wir nicht alle Ängste bezwingen können, ABER es können schrittweise die Steine, Hügel und Berge überwunden werden. Dazu darf  die einem dargebotene Hand angenommen werden. Es gibt immer Jemanden, der einen hilft – und wenn diese Hilfe professionell ist.

Und ja, ich weiß wovon ich spreche und ich weiß, wie schwierig es ist, sich seiner Furcht, Panik oder Angst zu stellen.

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Das Leben ist eine Achterbahn

Das Leben ist eine Achterbahn.

Einmal oben, dann wieder unten.

So geht es dahin.

Begleitet wird es von der Hoffnung,

die aufgeblasen wie ein Luftballon dahin schwebt.

Doch irgendwann trifft sie auf Dornen,

die gewachsen sind aus vergangenen Erfahrung.

Der Ballon platzt, schwebt dahin und fällt.

Im Glücksfall steht einer da im Vertrauen,

in sich selbst und auf dich,

fängt dich auf und gibt dir Stärke an die Liebe zu glauben.

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Kantengänger

170610 Neo
Neo 10.06.17

Je länger er bei mir ist, desto mutiger scheint er zu werden. Katerchen Neo…

Jetzt habe ich ihm inzwischen so manches Versteck verbaut, bzw. die Möglichkeit da hin zu klettern genommen. Als er gestern wieder versuchte zu solch einem Versteck zu kommen, ist er ganz unvermutet auf der Türkante gelandet 🙂

Über seinen eigenen Mut schien er erstaunt und balancierte da oben eine Weile suchend. Nachdem er bemerkte, dass er sein Ziel so nicht erreichen kann, schimpfte er, sprang jedoch wieder nach unten.

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