Bettler-Mafia

In dem Stadtviertel, in dem ich lebe, sind sie mir schon länger aufgefallen. Rund um die U-Bahn-Station sind es mindestens drei Bettler. In der Innenstadt sind sie inzwischen fast an jeder Ecke anzutreffen. Ähnlich sehen sie aus. Woher sie kommen lässt sich schwer sagen, aber überwiegend dunkelhaarig mit braunen Augen. Das Alter ist unterschiedlich und beiderlei Geschlecht, zum Teil verkrüppelt zum anderen Teil einfach nur ärmlich, inzwischen häufig mit einem Hund. Die Verkrüppelung nehme ich ihnen schon lange nicht mehr ab. Dafür sind schon zu viele aufgefallen, die „zum Feierabend“ normal laufend unterwegs waren.

Selbst in der Zeitung stand zu lesen, dass diese Menschen morgens mit dem Bus in die Stadt gebracht und abends wieder abgeholt werden. Die Stadtverantwortlichen versuchen dagegen anzugehen, denn schließlich gibt es auch „echte“ Bettler. Ob sie es tatsächlich schaffen wage ich zu bezweifeln.

Von mir erhalten Bettler keinen Cent (mehr). Es wurden diese bettelnden Menschen beobachtet, wie sie am Abend das Geld zur Bank gebracht haben. Ein echter Bettler hat kein Konto. Außerdem lebt dieser tatsächlich von der Hand in den Mund.

Sollte ich mich doch einmal hinreißen lassen, einem Bettler etwas Gutes tun zu wollen, dann gehe ich in die nächste Metzgerei und hole ihm eine Leberkäs-Semmel…

©UMW

Der Duft nach Freiheit

(… und Abenteuer)

 

Durch Knopfdruck den Rotax gestartet

ein tiefes Grollen erzittert das Gefährt.

Tiefe Vibrationen durchrollen mein Kälbchen

es hat sich seit vielen Jahren bewährt.

Los gerollt auf grauem Asphalt,

nehmen wir Fahrt auf,

werden ganz schnell.

Geraten freudig in Extase

beim Schwingen mit dem Kurvenlauf.

Ostwind weht um die Nase – frisch und kalt.

Gerne genießen wir bei einem Halt

die wärmenden Sonnenstrahlen an einer Häuserwand.

Eine Fahrt ins Blaue führte durch ein buntes Frühlingsland.

©UMW

Catch me, if you can…

Wer kennt das nicht? Als Arbeitswilliger wird ein neuer Job gesucht, weil sich im bisherigen evtl. Langeweile eingeschlichen hat oder die Herausforderung, die zum Leben gebraucht wird, schlicht weg nicht vorhanden ist. Es kann auch vorkommen, dass ein Mensch gerade ohne Arbeit ist. Das ist ja nichts Verwerfliches! Inzwischen kann es jeden schneller treffen, als er bis Drei zählen kann, und dann ist es egal welcher Bildungsstand vorhanden ist.

Viele Menschen klammern sich gar an ihrem Job fest, obwohl bereits innerlich gekündigt wurde. Die Leistung ist dementsprechend schlecht. Bis der Chef das bemerkt, können Jahre vergehen. Welche Auswirkung das unter Umständen für die Firma hat, brauche ich wohl kaum erwähnen. Ich will nur einmal kurz auf die Schlaftabletten hinweisen, die im Empfang sitzen und den Eindruck vermitteln, dass man sie bei was auch immer stören würde. Schlimm empfinde ich es zudem, dass sie häufig die Zusammenhänge in der Firma gar nicht kennen und das mit jeder Pore ausstrahlen. Es gibt noch viel mehr Jobs bei denen noch größerer Schaden angerichtet werden kann. Darauf will ich jedoch gar nicht zu sprechen kommen.

Gehen wir zurück zu den Bewerbern und schauen uns an, welche Möglichkeiten es gibt, um auf sich aufmerksam zu machen. Wir haben  verschiedenen Stellenbörsen, Firmenkarriereseiten, Business Social Media und auch die Schaltung eines eigenen Stellengesuchs. Früher oder später landet der Suchende gar bei einer Personalvermittlung. Diese Einrichtung ist auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. Genau dann nämlich, wenn es tatsächlich zu einer direkten Vermittlung kommt. Böse kann es Arbeitsuchende treffen, wenn es sich um Zeitarbeit handelt.

Selbstverständlich gibt es hier eine tarifliche Regelung! Diese liegt jedoch gerade mal so, dass der Zeitarbeiter überleben kann, wenn er sich darauf einlässt. Bei Professionals mit vielen Jahren Berufserfahrung und bereits guten Verdiensten, wird das ebenfalls versucht. Das Schlimme ist, es wird versucht einem einzureden, wie schlecht die Lage ist und es besser ist, das zu nehmen, was sich gerade anbietet. Ich hatte das vor Kurzem erst erlebt…

Diese Zeitarbeitsfirma wollte mich unbedingt. Mehrere Telefonate, viele Verhandlungen. Tatsächlich wurde dann beim Gehalt noch mal schnell  500 € obendrauf „gezaubert“, aber bei den Urlaubstagen war keine Verhandlung möglich. 24 Tage Jahresurlaub (in der Probezeit 20 Tage!). Hey, eine gute Arbeitskraft braucht einen entsprechenden Erholungsurlaub. In der hineinvermittelten Firma werden den Arbeitnehmern 30 Tage Jahresurlaub gewährt. Diese sechs Freitage verleibt sich also die Zeitarbeitsfirma ein und verdient daran. Die Chefin dieser Zeitarbeitsfirma hat sich, zusätzlich zu ihrem Mitarbeiter, ebenfalls die Mühe gemacht und versucht mich zu überzeugen. Ja, ich wäre wohl ein gutes Pferd in ihrem Stall gewesen. Das Paket war mir zu locker und mit zu vielen Weichmachern geschnürt. Zum Abschied habe ich sie auf die Work-/Life-Balance der Nordländer hingewiesen.

Catch me, if you can 😉

©UMW

Ich gestehe…

Ich bin anspruchsvoll,

erwarte nur was ich selbst zu geben bereit,

akzeptiere die Meinung Anderer,

übe mich in Toleranz bei deren Imaginationen

streife umher als Wanderer

und strecke meine Flügel ganz weit.

 

In einer Welt voll intriganter Lügen

ist mir Ehrlichkeit besonders wichtig.

Mit Vortäuschungen und Schwindeleien,

da sind wir uns einig,

geht vieles kaputt und macht es nichtig.

Selbst wenn der Weg auch noch so steinig,

sollten wir bedenken, dass gelogen ein betrügen.

©UMW

 

Störungsversuche

Gepeinigt von der eignen Krise,

Unzufriedenheit spiegelt sich in jedem Tun,

„Neid“ heißt derzeit deine Devise,

gegen eigne Veränderung bist du immun.

Harmonische Vollkommenheit,

bei andern, ist dir im Aug ein Dorn.

Die eigne Liebe ist da und nicht bereit,

deshalb zerfrisst dich Wut und Zorn.

So verpackst du böse Worte süß in Zucker,

versuchst zu stören andrer Menschen Sein.

Wo Stärke ist gibt es keine Ducker!

Endstation für deinen Versuch an Pein.

©UMW